Was gibt's Neues?
In dem folgenden Abschnitt werde ich in lockerer Folge mein Gartentagebuch niederschreiben
               
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Juli 2001

Nach der langen Abwesenheit muß ich erstmal wieder mit einer Machete durch das Dickicht. Die Zitronenmelisse hat sich wieder so breit gemacht. Diesmal wird kurzer Prozeß gemacht und einfach das was übersteht und das Abgeblühte abgeschnitten oder - im Falle der einjährigen Fingerhüte - rausgerissen.

Wir hatten Schäden durch Kaninchen, aber die Wühlmäuse scheinen vertrieben zu sein. Der Geruch läßt darauf schließen, dass eine in den Gängen verwest.

Mit Fotografieren klappt es nicht mehr so recht, habe ich das Gefühl. Ich bin immer zu faul mein Stativ mitzunehmen, was manchmal aber angebracht wäre.n. Die schönsten Momente kann man sowieso nicht auf dem Foto festhalten. Morgens um 6 Uhr haben sich zwei Jungvögel erschreckt, da sie ganz überrascht waren, als sie im Rosenrankgerüste landeten, mich dort zu finden beim Auslichten der abgestorbenen Zweige. So schnell wie sie gekommen waren, sind sie wieder weg geflogen.

Ein Specht landete vor kurzem an einem Baumstamm nur knapp über Bodenhöhe und ich näherte mich mit dem Fahrrad. Er lief dann um den Stamm herum, aber ich hatte ihn ja längst entdeckt.


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Mai / Juni 2001

Ich mache einen längeren "Urlaub" von zu Hause und bin nur die Wochenenden da. Das genieße ich indem ich mich einfach auf das Fotografieren der Stauden beschränke. Die Fotos müssen allerdings noch warten, bis sie ins Netz kommen, jetzt ist erstmal die Fotogalerie dran und eine Auswahl meiner Fotos bekommt der Burda-Verlag zur Ansicht - viel Arbeit bei meinen tausenden von Fotos!

Die Iris steht dieses Jahr super gut, aber ein paar Tage nach dem Fototermin hat der starke Regen sie geplättet. Niemand hatte sie angebunden!

Dieses Jahr blühen die Bauernrose (vor drei Jahren im Herbst gepflanzt) und der Papaver orientalis (aus Saat gezogen) das erste Mal, aber leider verpasse ich den Termin und der starke Regen tut den Rest und beschädigt die Blüten, so dass ein Foto sich nicht lohnt.

Der Mangold hat den Winter überlebt, ist in Saat geschossen und wurde Ende Juni entsorgt.

Der Borretsch, die Ringelblumen und die kriechende Kapuzinerkresse haben sich selbst ausgesät.


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April 2001

Tja, das mit dem Tagebuch ist so eine Sache, es ist "unproduktiv" und eigentlich gibt es immer viel wichtigere Dinge als dieses Buch zu füllen.

Auf meinen Stauden, die ich gegen Spenden verschenken wollte, sitze ich immer noch. Im April hat es überwiegend geregnet und ich war kaum im Garten. Dieses Jahr keine einjährigen und kein Gemüse. Stattdessen Praktika und Arbeitsplatzsuche und eine längere Abwesenheit sind geplant.

Der Mangold hat den Winter überlebt.

Ein drittes Kräuterbeet wurde angelegt mit Schafgarbe u.a., damit alle mehr Platz haben sich zu entfalten.


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4. November 2000

Ich habe ja schon ein schlechtes Gewissen, ich bin nur noch selten im Garten und noch seltener schreibe ich dieses Tagebuch.

Diesen Herbst wollte ich eigentlich Stauden teilen und hatte dafür Abnehmer gesucht, aber irgendwie scheinen Gartenfreunde keinen Platz mehr zu haben - es sei denn es handelt sich um eine Neuanlage oder sie hatten Verluste zu beklagen. Ich bin ein paar Pflanzen losgeworden aber in meinem Dschungel ist noch gar nichts davon zu merken. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass es im Frühjahr nochmal losgeht - vielleicht mit Aufruf im örtlichen Käseblatt und gegen Spende abzugeben. Nur, dann blühen die Pflanzen ja teilweise schon, eigentlich schade.

Der Sturm von Sonntag und Montag vergangener Woche hat mein Wicken-Rankgerüst aus Weiden umgerissen, so dass ich alles auf dem Kompost entsorgen mußte, es war ja sowieso viel zu spät im Jahr - sie hatten teilweise noch nicht geblüht - aber eigentlich wollte ich bis zum Frost mit dem Entsorgen warten. Die Wicken hatten einen schlechten Start dieses Jahr und entweder wird es nächstes Jahr keine geben oder sie müssen ab Februar auf der Fensterbank vorgezogen werden.

Die letzte Rote Beete geerntet und eingekocht, diesmal mit einem etwas abgewandeltem Rezept - mit Zusatz von Senfkörnern.Wenn's schmeckt wird das Rezept hier später veröffentlicht.

Der Mangold steht auch noch gut, aber die Blätter werden immer kleiner. Vielleicht probiere ich dieses Jahr aus, ihn zu überwintern. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob ich Zeit habe zum Anhäufeln (Familienfeiern, homepage-Photogalerie, Nebenjob und sonstige Termine).


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23. September 2000

Heute ist ein schöner Herbsttag und ich habe die Gelegenheit genutzt, auf der Rückfahrt von der Stadt mal im Garten vorbeizuschauen.

An den Bäumen an der Rückseite des Gartens zur Soeste, sowie auf dem Dach des Müllerhauses konnte ich mehrere Baumläufer beobachten. Natürlich hatte ich meine Kamera nicht dabei und außerdem bräuchte ich mal ein Objektiv mit einer längeren Brennweite für solche Fälle.

Hinter dem Haus befinden sich Reisighaufen, Gehölzschnitt und Abfälle aus dem Garten. Dort suchten Rotkehlchen und Meisen nach Nahrung.


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20. September 2000

Seit dem letzten Eintrag sind Wochen vergangen, ein Kurzurlaub und ein umgeknickter Fuß mit Bänderdehnung haben mich etwas aus dem Trott geworfen.

Zur Zeit blühen die Aster "Alma Pötschke" und Fetthenne (Sedum spectabile) wunderschön, und prompt ziehen sie auch die Schmetterlinge und andere Insekten an.

Die Kröte habe ich inzwischen im Günsel wiedergefunden, es war ihr wohl in der Minze zu unruhig und zu wenig Deckung, da ich sie gewaltig zurückgeschnitten hatte.

Bei den herbstlichen Aufräumungsarbeiten fallen Blumensamen an, die gegen eine Spende abgegeben werden, siehe auch "Eingang". Es handelt sich um Akelei, Brennende Liebe, Bartnelke, Ringelblumen, Tagetes sowie Mohn (2 Sorten) und Kornrade (Wiesenblumen!).

Zweimal in den letzten zwei Wochen konnte ich den Zaunkönig beobachten, wie er pünktlich abends um sechs - wenn die Besucher weg sind - sich auf meinen Wicken niederläßt und Insekten sucht.

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31. Juli 2000

Als ich heute morgen am PC saß, hörte ich lautes Zwitschern aus der Richtung der Balkontür. Es waren drei Meisen, die sich überfallartig auf meinen Blumen in den Balkonkästen niederließen. Ihr Ziel waren die Sonnenblumen, die ich in Kübeln gezogen habe. Eine der Meisen testete die Blüten, ob die Kerne sich schon lösen ließen, aber ohne Erfolg, sie sind noch nicht reif.

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27. Juli 2000

Heute war ein guter Gartentag. Meine homepage ist seit ein paar Tagen im Netz und ich kann mich ohne die "Belastung" noch paar brauchbare Fotos machen zu müssen auf die eigentliche Arbeit stürzen.

Das Wetter ist schwül, es sind sehr viele Besucher im Museumsdorf, darunter Amerikaner und Engländer, die sich über den Anblick eines Gemüse- und Blumengartens freuen und interessierte Fragen stellen.

Und ich freue mich, dass jetzt der Phlox richtig aufgeblüht ist und die rosafarbene Japananemone hat drei offene Blüten, eigentlich sollte sie laut Beschreibung erst ab August blühen! Der kalte und feuchte Sommer hat wohl seine Auswirkung.
Außerdem blüht der Eisenhut und die schwarze, gefüllte Stockrose hat auch schon eine Blüte.

Unsere beiden Kröten habe ich nun seit ein paar Wochen nicht mehr gesehen. Sie halten sich normalerweise gerne im "Minzenurwald" oder im Dickicht des Günsels auf. Dafür war heute aber eine kleine, erst drei Zentimeter grosse Kröte unterwegs.

Die kriechende Kapuzinerkresse hat das Kräuterbeet überwuchert und den Borretsch und den Lavendel im wahrsten Sinne des Wortes "plattgemacht". Wie eine Schlange ist sie unterwegs und überwuchert die Wege rechts und links.

Auf der Kamille konnte ich einen einen Schmetterling beobachten, ein Landkärtchen.


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